Das ganze Leben ist ein Quiz. Und ein Spiel. Wer von Zombies verfolgt wird, joggt schneller. Wer die IT-Schulung in Rätselform absolviert, ist dabei aufmerksamer. Und wer mit jeder erledigten Wäsche neue Fähigkeiten für seinen Avatar erwirbt, ist motivierter. Das Prinzip dahinter: Gamification. Es nutzt Mechanismen der Spielwelt, um monotone oder komplexe Aufgaben unterhaltsam und damit attraktiver zu gestalten. Das klappt, weil der Mensch nicht nur ein Homo sapiens, sondern auch ein Homo ludens ist – mit einer natürlichen Freude am Ausprobieren, Entdecken und an dem Kick, den das Spielen mit sich bringt. Dabei sind wir besonders offen für alle Reize. Jeder könnte relevant sein.

Kein Wunder also, dass auch viele Unternehmen Gamification bereits für sich entdeckt haben: Der Sportartikelhersteller Nike animiert Kunden auf seiner Onlineplattform zu Laufduellen. Die Suchmaschine Bing schickt Fans des Rappers Jay-Z auf eine weltweite Schnitzeljagd, um Seiten seiner Biografie zu finden … Bei alldem lernen die Nutzer Marken spielerisch kennen, verknüpfen positive Erfahrungen mit ihnen. Und vor allem: Sie setzen sich intensiv und freiwillig mit ihnen auseinander. Genau das beabsichtigt Content-Marketing. Gamification ist dabei einer der Wege zum Ziel.

Wie man es erreicht? Es genügen einzelne Game-Elemente. In einem Werbespot für das Mineralwasser Contrex von Nestlé sind es etwa der Teamgedanke und das Prinzip der Belohnung. Er zeigt Frauen, die sich gemeinsam auf Hometrainern abstrampeln – um Strom für eine Lichtskulptur zu produzieren, die nach und nach die Hüllen fallen lässt. Am Ende gibt’s zwar keinen nackten Mann zu sehen, dafür aber einen Schluck Contrex. So hat sich die Mühe schließlich doch gelohnt. Und was dieses Beispiel noch zeigt: Auch Gamification braucht eine gute Story. Nur wenn sie wirklich unterhaltsam ist und zu Marke und Zielgruppe passt, gelingt es, Kunden spielend zu begeistern.

 

 

Quelle des Videos:  YouTube